Lady Loraly hatte schon als Kind
viel Fantasie. Ihr Kinderzimmer beherbergte mehr als tausend Welten. Vor ihrem
geistigen Auge erschienen Bilder und bald tauchte sie in diese Bilder ein und
ihr Kinderzimmer war verschwunden. Diese Gabe bereitete ihr beim älter werden
viel Freude. Wenn sie ein Buch liest erscheinen in ihrem Kopf so starke Bilder,
als würde sie sich einen Film ansehen. Irgendwann war es dann umgekehrt.
Plötzlich sah sie Bilder, welche ihr eine Geschichte erzählten. Sie fing an die
Bilder in Gedichte und Kurzgeschichten umzusetzen.
Eines Tages sah sie etwas ähnliches
wie einen Trailer. Dieser lieferte das Grundgerüst für ein Buch. Sie fing an
die Charaktere zu skizzieren. Dann war es soweit und sie begann dem Gerüst
Leben einzuhauchen. Bald schon stellte sie fest, dass das Buch ein Eigenleben
hat. Die Figuren taten nicht immer das, was man für sie ausgedacht hat. Ein
Buch zu schreiben ist ein interessantes Abenteuer. Sie lernte, wenn es mit
Schreiben nicht weitergeht, lag es daran, dass sie irgendwo in der Geschichte
falsch abgebogen war. Stück um Stück ging sie das Buch durch, bis sie die
Stelle gefunden hatte, wo es anders weitergehen musste. Man lernt so viel, wenn
man ein Buch schreibt. Doch das wichtigste ist, es sollte Spass machen, egal
was andere sagen und denken.